„Rote Hände“ aus Frankenthal gehen nach New York

Gegen den Einsatz von Kindersoldaten: Kartes übergibt Handabdrücke

Jedes Jahr im Februar macht die Aktion „Rote Hände“ auf das Leid von Kindersoldaten aufmerksam. Auch die Schülerinnen und Schüler des Pfalzinstituts für Hören und Kommunikation in Frankenthal haben sich beteiligt.

Ihre roten Handabdrücke übergaben sie im April an den Bundestagsabgeordneten Torbjörn Kartes. Am Rande der Plenarsitzung am Freitag hat sie Kartes an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Maria Flachsbarth, übergeben. Sie wird die Abdrücke zu den Vereinten Nationen in New York senden.

„Sehr gerne habe ich die Schülerinnen und Schüler des Pfalzinstituts dabei unterstützt, ein Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in bewaffneten Konflikten zu setzen. Sie dürfen nicht Opfer von Willkür und machtversessenen Herrschern werden, denen Krieg mit allen Mitteln als Instrument der Machtsicherung dient“, erklärt Torbjörn Kartes. „Im Rahmen unserer umfangreichen Entwicklungszusammenarbeit tragen wir dazu bei, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu Bildung erhalten, die ihnen Wege in eine unabhängige Zukunft ermöglicht.“

Hintergrund: Der „Red Hand Day“ findet jährlich am 12. Februar statt, dem Tag, an dem 2002 das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zum Verbot des Einsatzes von Kindern als Soldaten in Kraft trat. Bis heute sind ihm 168 Staaten beigetreten. Deutschland hat das Zusatzprotokoll im Dezember 2004 ratifiziert.

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