„Arbeit, um im Leben anzukommen“

Torbjörn Kartes zur Situation junger Arbeitsloser in Ludwigshafen

Während die Arbeitslosigkeit bundesweit zurückgeht, steigt sie in Ludwigshafen weiter an. Die Arbeitslosenquote in der Stadt erhöhte sich im Februar leicht auf 8,3 Prozent. 

Der Bundestagsabgeordnete Torbjörn Kartes hat als Mitglied der Ausschüsse für Arbeit und Soziales sowie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend besonders die Situation junger Arbeitsloser im Blick. Jeder zehnte Arbeitslose in Ludwigshafen ist unter 25 Jahren. Dazu erklärte Torbjörn Kartes am Freitag:

„Junge Leute brauchen Arbeit, um im Leben anzukommen. Dass ein so großer Teil der Jungen in unserer Stadt ohne Beschäftigung und ohne Perspektive ist, dürfen wir nicht hinnehmen. Ich werde mich darum in meiner Ausschussarbeit besonders den Gesetzesvorhaben annehmen, die hier Abhilfe schaffen können. Vereinbart haben wir z.B. eine Allianz für Aus- und Weiterbildung mit dem Ziel, allen jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zu garantieren. Wir haben dabei nicht nur die Jugendlichen, sondern auch ihre Eltern sowie die Schulen und Unternehmen im Blick und setzen auf das Instrument der ausbildungsbegleitenden Hilfen. In Ludwigshafen wird sich beobachten lassen, ob diese Maßnahmen greifen. Ich werde mich dafür einsetzen.

Von den 1.260 Arbeitslosen in Ludwigshafen, die unter 25 Jahre alt sind, befinden sich 592 im SGB III, sind also arbeitssuchend, und 671 im SGB II, also in „Hartz IV“. Der Großteil der Arbeitssuchenden unter 25 hat keine abgeschlossene Berufsausbildung (57 Prozent). Unter den Hartz IV-Empfängern sind es nahezu alle (93 Prozent). Aus dieser mangelnden Qualifikation erklärt es sich auch, dass trotz der im Bundesschnitt hohen Arbeitslosenzahl viele Stellen unbesetzt bleiben. Im Februar gab es im Agenturbezirk Ludwigshafen rund 3.700 offene Stellen, u.a. in den Bereichen Transport, Gesundheit und Soziales.

„Immer wieder berichten mir Unternehmen aus unserer Region von den Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden“, so Kartes. „Die Fachkräftesicherung ist das zentrale Thema für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb unterstütze ich mit Nachdruck die Fachkräftestrategie der künftigen Bundesregierung. Unter anderem wollen wir durch Qualifizierung und Weiterbildung Langzeitarbeitslosen und Bildungsabbrechern bessere Jobchancen ermöglichen.“

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