Anpassung der Corona-Regeln

Nach einem gemeinsamen Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsident*innen der Bundesländer werden nun die Corona-Regelungen weiter verstärkt und angepasst. Diese geben den Rahmen für den Umgang mit dem Corona-Virus in den kommenden Wochen vor:

Bereits bei 35 Infektionen je 100 000 Einwohnern in 7 Tagen sollen erste Maßnahmen zu Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht greifen, damit das Corona-Virus zurückgedrängt werden kann: Eine ergänzende Maskenpflicht gilt dann überall dort, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen, z. B. in belebte Einkaufsstraßen. Außerdem gibt es weitere Begrenzung von Teilnehmern bei Veranstaltungen.

Ab 50 Infektionen greifen weitere – lokale oder regionale – Einschnitte. Kann der Anstieg der Infektionszahlen unter den vorgenannten Maßnahmen nicht spätestens binnen 10 Tagen aufgehalten werden, sind weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich. Hierzu zählt unter anderem:

  • Es sollen höchstens 100 Personen an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Ausnahmen gibt es nur, wenn mit dem zuständigen Gesundheitsamt ein Hygienekonzept abgestimmt wurde und das Gesundheitsamt zustimmt.
  • Bei privaten Feiern dürfen sich noch zehn Personen treffen, die aus maximal zwei Haushalten kommen.
  • Eine generelle Sperrstunde in der Gastronomie soll dann bei 23 Uhr liegen. Bars und Clubs sollen dann ganz schließen.

Um das Virus einzudämmen, müssen Infizierte Distanz zu Gesunden halten und die Kontaktverfolgung muss sichergestellt werden. Die Gesundheitsämter verfolgen dazu die Kontaktlisten. Auch die Bundeswehr kann bis zu 15 000 Kräfte zur Kontaktnachverfolgung stellen. Viele andere Unternehmen leiden durch Corona weiter unter Einbußen. Deshalb sollen die laufenden Überbrückungshilfen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Außerdem geht von Reisen aus und in Risikogebiete eine erhöhte Infektionsgefahr aus. Die Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten empfehlen daher, auf solche Reise aus privatem Anlass zu verzichten. Ein Reiseverbot gibt es nicht.